Infektionskrankheiten

 

Impfungen sollten das erste mal bei 5 Wochen alten Hunden verabreicht werden, das ist die so genannte Welpenschutzimpfung. Mit 9 Wochen bekommen sie die 7fach-Impfung und mit 12 Wochen die 7fach-Impfung mit der Tollwutimpfung. Ab dann sollte man seinen Hund jedes Jahr mit der 7fach-Impfung gegen Krankheiten schützen.

 

Aber was ist die 7fach-Impfung überhaupt ?

 

Sie schützt gegen 7 gefährliche und/ oder tötliche Krankheiten:
- Staupe
- Hepatitis (H.C.C)
- Parvovirose
- Leptospirose (Weilsche Krankheit)
- Coronavirusinfektion
- Virushusten (Zwingerhusten)
- Tollwut

 

Staupe

Die Staupe ist eine Viruserkrankung, die bei Hunden, Mardern, Stinktieren, Robben und Kleinbären auftreten kann. Kennzeichnend für die Erkrankung sind hohes Fieber und Abgeschlagenheit. Je nach befallenem Organsystem können Durchfall und Erbrechen oder Atemwegssymptome auftreten. In weiteren Verlauf kann eine Schädigung des Gehirns mit zentralnervösen Erscheinungen auftreten. Von der Erkrankung sind vor allem junge Hunde im Alter von 8 Wochen bis 6 Monaten betroffen. Nachdem das Virus über die Maul- oder Nasenschleimhaut aufgenommen wurde, vermehrt es sich zunächst in den Mandeln oder den Bronchiallymphknoten. Unterbleibt die Bildung von Antikörpern, befällt der Erreger neben dem Verdauungs- und dem Nervensystem auch den Atmungsapparat und den Urogenitaltrakt. Da ab diesem Zeitpunkt alle Sekrete und Exkrete des Hundes Virusmaterial enthalten, kann sich die Krankheit in der Population weiter verbreiten. Allen gemeinsam ist das Auftreten hohen Fiebers, welches bis auf 41°C ansteigen kann, sowie Appetitlosigkeit und Apathie.

Hepatitis

Als Hepatitis wird eine Entzündung der Leber bezeichnet, für die zahlreiche Ursachen angeführt werden können. Man unterscheidet nach dem Verlauf die akute von der chronischen Hepatitis. Am Beginn einer Hepatitis steht immer die Schädigung und Zerstörung der Leberzellen. Die Ursachen dieser Schädigung sind sehr vielfältig, so kann eine rein mechanische oder physikalische Beeinträchtigung vorliegen oder Medikamente/ Drogen/ Gifte und Krankheitserreger wie Viren/ Bakterien/ Parasiten können direkt die Leberzelle zerstören. Die verschiedenen Hepatitisformen unterscheiden sich bezüglich einer ursprünglichen Schädigung der Leberzellen prinzipiell nur in der Schwere und der Dauer.

Parvovirose

Als Parvovirose wird eine hoch ansteckende und akut verlaufende Infektionskrankheit von Hunden bezeichnet, die durch das Canine Parvovirus verursacht wird. Ihrem klinischen Verlauf nach wird sie auch als Hundepanleukopenie bezeichnet und ist hinsichtlich ihres Verursachers und der durch ihn hervorgerufenen Symptome eng verwandt mit der Katzenseuche. Am empfänglichsten für die Erkrankung sind Welpen im Alter von 2 bis 16 Wochen und alte Hunde. Der Erreger dringt über die Nasen- und Maulschleimhaut in den Körper ein. Die Inkubationszeit beträgt 4 bis 10 Tage. Da das Virus zur Vermehrung Zellen mit hoher Teilungsrate benötigt, befällt es besonders die sich fortwährend stark regenerierenden Zellen des Darms, des Knochenmarks und des Lymphsystems. Von der Krankheit werden vor allem Jungtiere betroffen. Die Ausscheidung erfolgt hauptsächlich über den Kot, möglicherweise auch mittels Speichel und Erbrochenem. Obgleich für die Erkrankung Hunde aller Altersgruppen empfänglich sind, werden die schwersten Krankheitsverläufe bei Welpen beobachtet. Die Erkrankung kündigt sich mit dem Auftreten von Fieber (39,5−41,5°C), verminderter Futteraufnahme und Teilnahmslosigkeit an. Neben dem Auftreten starker, oftmals blutiger Durchfälle kommt es zu einer starken Abnahme weißer Blutkörperchen. Mit dem Kot werden große Mengen hochinfektiösen Erregermaterials ausgeschieden. Bei schweren Verlaufsformen tritt innerhalb von 24 bis 48 Stunden der Tod ein. Drei bis zwölf Wochen alte Hunde sterben häufig an der Infektion, ohne dass es vorher zur Ausprägung klinischer Symptome gekommen ist.

Leptospirose

Eine Leptospirose ist eine Infektionskrankheit die durch bestimmte Krankheitserreger der Gattung Leptospira  verursacht wird. Es handelt sich dabei um eine meldepflichtige Infektion, deren natürliche Wirte vor allem Ratten, Mäuse, Schweine und Rinder sind. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch Kontakt mit Urin, Blut oder Gewebe infizierter Tiere bzw. verunreinigtem Wasser. Auch eine Infektion des Menschen durch den Hund ist möglich. Klinisch äußert sich eine Leptospirose durch Fressunlust, Erbrechen und Fieber. Später sind die Tiere abgeschlagen, bewegungsarm, zeigen eine erschwerte Atmung, manchmal auch Gelbsucht, Blutungen und Gewebsdefekte der Maulschleimhaut, Muskelzittern oder blutigen Stuhl infolge einer schweren Magen-Darm-Entzündung. Eine häufige Harnabgabe kann als Folge einer akuten Nierenentzündung auftreten. Ein Nierenversagen ist häufig und die ernsthafteste Komplikation der Erkrankung.

Coronavirusinfektion

Hierbei handelt es sich um eine erst seit kurzem bekannte, hoch ansteckende Darminfektion. Die Krankheit kann Hunde jeden Alters befallen. Das Virus verursacht besonders bei jungen Hunden Fressunlust, wässrigen Durchfall mit Blutbeimengung und Erbrechen. Die Krankheit ist deshalb nur schwer von der Parvovirose zu unterscheiden, die jedoch in der Regel weitaus schwerer verläuft. Die Ansteckung mit dem Coronavirus erfolgt durch Kontakt mit Kot, der von infizierten Hunden ausgeschieden wird.

Virushusten

Der Zwingerhusten gefährdet Hunde, wenn Stress und intensiver Kontakt zu anderen Hunden zusammen kommen. Dies kann bei Hundeprüfungen, Ausstellungen aber auch bei Hitzestress der Fall sein. Die Ansteckung erfolgt über eine Tröpfcheninfektion. Anfangs macht sich ein trockener sehr lauter Husten bei normalen Allgemeinbefinden breit (eventuell mit wässrigem Nasenfluss und Mandelentzündung). Später kann sich das Krankheitsbild verschlimmern und zu Fieber, eitrigen Nasen-/Augenausfluss und Lungenentzündung führen. Die Erkrankung ist hochgradig ansteckend.

Tollwut

Die Tollwut ist eine seit Jahrtausenden bekannte Virusinfektion, die bei Tieren und Menschen eine akute lebensbedrohliche Gehirnentzündung verursacht.Das  Bild eines tollwütigen Tieres ist der aggressive Hund mit Schaum vor dem Mund. Aber auch Katzen, Frettchen, Füchse, Dachse, Waschbären, Backenhörnchen, Stinktiere, Wölfe und die Fledertiere können tollwütig werden. Hauptüberträger ist in den europäischen Ländern der Fuchs, während beispielsweise in Indien streunende Hunde als Hauptinfektionsquelle gelten. Eichhörnchen, andere Nagetiere und Kaninchen werden sehr selten angesteckt. Vögel bekommen sehr selten Tollwut, da ihre Körpertemperatur höher liegt als es für eine optimale Vermehrung des Virus notwendig ist. Zwischen 40.000 und 70.000 Menschen sterben jährlich weltweit an Tollwut. Ohne vorherige Impfung und ohne Postexpositionsprophylaxe verläuft die Infektion innerhalb von 15 bis 90 Tagen immer tödlich.

Schützen Sie sich und Ihren Hund durch die jährliche Impfung !!!

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Zuletzt bearbeitet am: 06.04.16, 12:10